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7 the Anatomy of Animals

Ich muß hier anmercken, daß die Animalia nicht viel fixes Saltz geben, aber viel saltzlose Erde. Wie wird aber einer thun, daß er in quantitate fixes Saltz bekomme, um die flüchtigen Theile zu figiren? Solcher muß zurück lauffen an den Ort der Natur, allwo die Natur selbst häuffig alcali universale schmiedet. Solches alcali universale ist homogen allen Creaturen. Es giebt gantze Saltz-Berge, und das gemeine Speise-Saltz, das ist ja aller animalien, zuförderst der Menschen bester Balsam. Solches aber zu specificiren auf jedwedes Subjectum Quint-essentificatum ist gar leicht, wenn er die trockenen Theile des Thiers nimmt, welche er dem Hafner zu calciniren überschicket, machet solche klein, und thut darunter den 4ten oder 3ten Theil Speise-Saltz, so brennet und specificiret sich das Saltz mit und wird aus solchem ein specificum animale alcali. Also kan sich der Artist gar nicht beschweren, daß er nicht in quantität aus allen Dingen die Quint-Essenz scheiden könne, und könnte ein Apothecker seine Apothecke mit lauter Quint-Essenz einrichten, welche, so er eine quantität hätte, nimmermehr wie seine Wasser, olea, unguenta &c. verderben würden. Wenn er alle 3. Jahr nur die Quint-Essenz einrichtete und praeparirte, so kan er von jedem Subjecto etliche lb. machen, die da nicht verderben, und also seinem Nächsten um wohlfeiles Geld verkauffen: Denn die Quint-Essenz verkauffet er nicht lb. Untzen- oder Loth-weise, sondern Gran- und Scrupel-weise, welches mächtig geschwinde hilfft in kleiner Dosi. Also kan er die Zeit, die er in Wasser- und Oehl-machen verzehret, hier doppelt einbringen, und seinen Beutel so gut und noch besser spicken, als zuvor. Die Kräuter aber kan er noch leichter machen, wie im folgenden Capitel gelehret wird, daß er ein Kraut in quantität nimmt, als 3. Körbe voll, einen setzt er zu fermentiren und putreficiren, die andern 2. exsicciret er im Schatten gelinde, daß sie wohl trocken werden, deren einen brennt er im Back-Ofen oder bey einem Hafner zu Aschen, aus dem andern distilliret er den Eßig und Oehl ab, und so ers rectificiret hat, so conjungiret er Quint-Essentia in Copia.

Nun aus gesagtem siehet ein Künstler, daß die Natur per media sich schön läst uniren und auch separiren, wenn er nur fleißig studiret. Denn sie giebt alle media selbst an den Tag, denn zwischen dem volatili und alcali setze den [Acetum], der denn in allen subjectis zu finden, und ohne welchen keine conjunctio durabilis werden kan. Denn er ist nicht fix, so ist er auch nicht flüchtig, sondern ein Mittler, ein rechter Hermaphrodit und Janus, der hinter und vor sich siehet. Kommt er zum volatile, so ist er angenehm, so er zum alcali kommt, ist es ein gleiches, mit dem flüchtigen wird er flüchtig, mit dem fixen wird er fix. Diesen Punct hat kein Autor beschrieben, darum halte ich ihn vor ein Secretum nobilissimum, und dancke dem darum, der es dir hat offenbaren lassen. His absolutis (nimirum Anatomia animalium) gehen wir nach der Ordnung zu dem hermaphroditischen Reich deren vegetabilien, als welches da stehet bey dem Kopffe des animalischen Reichs, mit der Wurtzel auf dem mineralischen, um ihr Innerstes auch heraus zu bringen. Derowegen folget.

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