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Das XIII. Capitel. Dass das Nitrum und Sal in denen Animalien zu finden, und dass solche aus diesen beyden gemacht, auch wieder dahin resolvirt werden.
Alles, was fruchtbar machen soll, muß salpetrisch und saltzig seyn, anders dünget es den Bauren wenig. Daß alle Animalia salpetrisch und saltzig sind, wissen rechtgesinnte Anatomici und Chymici, denn in ihrer Anatomie findet man ein hefftiges Sal volatile, auch fixum, und eine stinckende entzündliche Olität. Daß das Volatile ein flüchtiges Saltz ist, beweist im nun. Das fixe Saltz zeigt sich selbst aus der Aschen. Daß das Oleum ein liquorisches Saltz ist, beweist seine Inflammation, daß es brennet, dann kein anders Ding brennet nimmermehr ausser dem Salpeter und seinem Anhang: dann das fixe Saltz, die fixe Erde brennet mit nichten. Eine bessere Probe weiset der aus dem Thierischen Reich gemachte Phosphorus. Daß das Animalische Reich sehr salpetrisch ist, zeigen uns die Mechanici selbsten, als die Salpeter-Sieder, die denen Bauren ihre Stuben und Kammern umgraben, welche ihre Kinder ohne Unterlaß voll anseichen und bruntzen, solches kriecht in die Erden hinein und wird alldort zu einem trefflichen Salpeter mutirt. Wer noch ungläubig ist, der gehe nur auf einen Kirch-Hof, allwo viel Leute begraben werden, und nehme eine Erde aus dem Grabe, die wohl verfault ist, lauge sie aus, und examinire es denn, ob das animalische Reich nicht nitrosisch ist, so wird er auch befinden, daß sich dieses Reich wieder in solchen reducirt habe, und in was sich ein Ding reducirt, aus demselben muß es nothwendig entsprungen seyn gewesen. Aus gesetzten nun ist sattsam probiret und keinem Philosopho nöthig viel Wort zu machen, daß die Animalia nicht allein aus Salpeter und Saltz geboren und darinnen bestehen, sondern auch darein wieder resolvirt werden per archeum naturæ universalem, wie in diesem Tractat noch weiter wird confirmiret werden.