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Daß die Wasser in der Scheidung an sich selbst nicht verändert / sondern nur eines dünner / zarter / durchsichtiger / und von mehrer Krafft und Würckung / weder das andere gemacht worden.
Oben ist gesagt: Daß die Elementa auß dem Wasser herkommen und geschaffen worden: Sintemahln und nachdeme der Allmächtige und Alleinweise GOtt / auß dem anfangs gleichförmig-geschaffenen und in einer massa bestandenem Gewässer / ferner diese schöne Welt erschaffen / und daß dieselbe per contraria in continua actione & motu begriffen seyn solle / verordnen: auch solche sowohl mit denen animalien und Vegetabilien / als der prächtigen Feste des Himmels / und deren herzlichen Lichtern zieren / und erfüllen wollen / hat Er zuvorderst verschafft / daß zu sothanem ein und andern Ende / das gröber- und schwerere Theil angeregter Wasser / sich gegen das Centrum verfüget / und hinwiederumb das subtile sich hinauffwärts begeben / und in der Höhe enthalten:
Im Anfang schuff Gott das Gewässer und die Erde &c. Und der Geist Gottes schwebet auff dem Wasser &c. sagt der Text. Da dann der Allerhöchste das Licht / auch folgends und andern Tags die Feste / und zwar durch das Wort: Fiat! erschaffen / und vermittelst solcher / wie erst gemelt / durch das Wort: Fiat! erschaffenen Feste (nicht aber durch sothanes Wort: Fiat! selbst) die Wasser von einander geschieden: Inmassen der Text deutlich und clar sagt: Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen dem Wassern / und die sey ein Unterschied zwischen den Wassern. Da machet GOtt die Feste / und scheidet das Wasser under der Festen / von dem Wasser über der Festen &c. Dahero ein anders ist scheiden / ein anders ist schaffen;
Gestalten die Wasser durch angeregte Scheidung an sich selbst keines weges verändert / noch eines oder das andere zu einer particular Natur verordnet oder geschaffen / sondern wie sie anfangs durch das universal Wort Gottes / zu einer universal Natur geschaffen worden; also seynd sie auch nachmahls eine universal-Natur verblieben. Massen / und obschon ein Wasser besser / kräfftiger / durchsichtiger / dünner / zarter &c. weder das andere / so seynd sie doch nur so fern / im übrigen aber nicht verändert. Dirowegen und weil alhier vornemblich von dem Regenwasser zu schreiben mein Vorhaben / als argumentire ich also: Was kein Animale, Vegetabile noch Minerale, das ist ein Subjectum universale und Catholicum. Das Regenwasser ist kein Animale, noch Vegetabile, noch Minerale. Ergò, so ist es ein Subjectum universale und catholicum.
Nächst deme aber / und dessen universal Krafft desto mehr zu bewähren / so schreite ich zu desselben eigentlicher definition, und sage: