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Part II — Chapter 9: Effects of the Elixir

Das Neunte Capitel. Von denen effectibus der Tincturæ Physicæ und des vollkommenen Elixirs.

Darvon ist bereits oben gehandelt / und zwar von folgenden dreyen effectibus Anregung gethan worden / als nemblichen und vors Erste / Daß durch diese Panacæam vermittelst Göttlicher Gnaden alle Kranckheiten und Schäden des menschlichen Leibs (und so wol die innerliche / als auch die äusserliche / benanntlich Fistula / Krebs &c.) können curiret und geheilet werden / wie darvon die Authores, insonderheit auch das in folgendem Capitel bemerckte Theophrastische Epitaphium sattsam Zeugnuß gibt.

Deßgleichen und Zweytens ist oben vermeldet worden / was massen durch die Tincturam Physicam und das vollkommene Elixir, alle geringere Metalla in perfect gut Gold tingiret: Nicht weniger (Drittens) alle unedle und geringe / in köstliche und bessere / weder Orientalische Edelgestein verwandelt werden können.

Und so viel das Erste anbelangt / gleich wie ich biß dahero so viel erfahren / daß mit dieser Medicin, auch so gar / wann sie noch in infimo gradu, alle Kranckheiten / so durch die Pharmacopœam zu curiren seynd / curirt und geheilet werden können / massen ich in Haupt-Kranckheiten / und hitzigen vergifften auch andern Fiebern / in Ruhren / Item in gefährlichen Nasenbluten / und andern Blutflüssen / deßgleichen in beschwerlichen Mutterschmertzen / nicht weniger in schweren und gefährlichen Geburten / Item in Miltzschwachheiten / Melancholia, Hectica, Engbrüstigkeit / und andern Zuständen / mehrmahln durch Gottes Gnade einem und andern Patienten stattliche Hülff geleistet;

Also ist hierauß ohnschwer zu ermessen / was von solcher Medicin, wann sie in summo gradu, für effectus zu hoffen / und daß sie insonderheit auch zu Verhütung aller Kranckheiten / und Erhaltung der Gesundheit sehr ersprießlich sey.

Hiehero gehört / was Helmontius schreibet: Sunt quædam Sulphura quibus correctis atque perfectis tota morborum cohors auscultat. Massen das Sal Philosophorum (als die Medicina primi ordinis) gleichfalls in allen Kranckheiten zu gebrauchen / und mit einem einigen Loth desselben etlich hundert und mehr Menschen / am Fieber sicherlich zu curiren seynd.

Welches ein zwar magerer / aber doch darbey starcker Doctor, auch wohl bey einem / oder dem andern Authore mag gelesen haben / deßwegen Er dann sehr eyfferig darumb bey mir münd- und schrifftlich solicitirt / und weil Er an der gratification, ob schon vielleicht noch zu zeitlich verzweiffelte / dieses Arcanum, und gleichsam der Hauptschlüssel der Hermetischen Kunst (in dessen Ermanglung die Astronomia inferior der Philosophiæ müssig zu gehen / außdrücklich warnet: Dann weme das Saltz der Weisen mangelt / dem mangelt auch ihre Weißheit / und die gantze Kunst.)

Demnächst darff ich wohl und für gewiß sagen / daß der Sulphur und das Sal Philosophorum treffliche remedia wider das Fraischlein der Kinder seynd: Und zwar noch vielmehr das Compositum auß denselben. Gestalten so wohl je- und das andere principium und particulare, als das compositum und universale (nemblich die Medicina secundi ordinis) beedes kräfftig stärcken / und / falls sie recht applicirt werden / die materiam peccantem (so nichts anders ist / weder ein schwartzer Schleim / wie es weyland Herr General Spar / durch erfahrne Medicos, und Eröffnung eines an dieser Kranckheit gestorbenen Kindes / weißlich erforschen lassen) ohne allen Schaden und Gefahr außführet; welches keine Medicin in der Apothecken zu thun vermag.

Und zwar seynd bedeutete remedia nicht allein den Kindern / sondern auch denen Alten in solchen Zuständen / deßgleichen im Podagra und andern hefftigen Kranckheiten ebenmässig sehr vorträglich / also / daß ihnen abermahl keine Medicin in den Apothecken zu vergleichen.

Da aber gleichwohl / damit ich wiederumb ad propositum schreite / ein anders ist / die Tinctura Physica, und die Medicina tertii ordinis, als welche nicht nur oberwehnter massen / alle Kranckheiten des menschlichen Leibs (davon zwar Poleman. den Stein excipiret / hingegen aber ex Helmontio berichtet / daß das Aroma Philosophorum das sicherste Mittel sey / für dem Stein zu bewahren /

wie man auch von dergleichen particular, und insonderheit dem Spiritu, damit F. Basilius seinem Bruder den Schmertzen des Steins vertrieben / in solcher Kranckheit / neben Gebrauchung anderer darzu dienlichen Mittel / treffliche Hülff erfahren wird) schleunig hinweg nehmen / und alle imperfecte Metalla in Gold tingiren / (so die Medicinæ primi & secundi ordinis keines wegs zu verrichten vermögen / weil kein corpus oder materia in die andere würcket / sondern allein die Spiritus tingiren und transmutiren) deßgleichen die geringe Edelgestein in vollkommene verwandlen /

sondern es kan auch Viertens der Lucernæ Salis Philosophorum und anderer Authorum ebenmässigem Bericht nach / hierdurch das Glaß gleichfalls also zugerichtet und bereitet werden / daß es sich dehnen und hämmern lässet.

Wie dann fünfftens mehrangezogener Author der Lucernæ abermahl bezeuget / was massen sothane Tinctur alle Pflantzen / Bäume / Stauden / und Kräuter &c. mit ihrer grossen wunderbaren Tugend und Wärme lebendig mache / und derselben fruchtbringende Kräffte dergestalt stärcke und erwecke / daß wann man im Anfang des Frühlings eine quantitet dieser Medicin in Wasser zerlasse / und in den Kern des Weinstocks thue / so werden Blätter und Blüht daran herfür kommen / auch im Mayen derselbe Stock Frucht bringen. Welches alles dann die universal-Krafft unsers Subjecti abermahl gnugsam beweiset.

Worbey ichs auff dißmahl bewenden lasse.

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