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Part II — Chapter 3: Comets and Other Meteors

Deromegen abermahl unrecht / ja aberglaubisch und Gottloß / daß man dem Teuffel und seinen Unholden und Hexen die Gewalt über die Witterung zuschreiben will; Wie auch weder in der Natur noch Gottes Wort bestehen kan / daß man vorgeben thut / ob hätte der Teuffel den / in obangedeuter unsers HERRN und Heylands Christi Schiffart sich erhobenen Sturmwind erreget / und verursachet: Inmassen es sonderlich der Histori Matth. 8. selbst zu wider ist / als welche simpliciter der erhobenen Ungestümme auff dem Meer / und daß unser HERR Christus den Wind und das Meer betrohet &c. gedencket.

Und ob man schon diese Meynung mit dem im Büchlein Hiob am ersten Capitel beschriebenem Exempel / da der Text meldet: Das Feuer Gottes fiel vom Himmel / und verbrannte Schaaf und Knaben / und verzehrte sie &c. Ferner: Und sihe / da kam ein grosser Wind von der Wüsten her / und stieß auff die vier Ecken des Hauses / und warffs auff die Knaben &c. So dann den Sprüchen Pauli / Ephes. cap. 2. vers. 2. & c. 6. vers. 12. zu behaupten sich bemühet / allwo St. Paulus von dem Fürsten der in der Lufft und Finsternuß dieser Welt herrschet / &c. redet /

ist jedoch (fürs Erste) vermög vorangezogener Sprüche und fundamenten / auch der bißhero gantz gründlich deducirten Ordnung der Natur / (zumahl und in Erwegung / wie oben zu End des Ersten Theils angeregt / die Hebræer an statt des / in ihrer Grammatic ermanglenden Superlativi, sich des Nahmens Gottes gebrauchen) vielmehr zu glauben / daß der Teuffel in Gestalt eines gewaltigen sehr grossen Feuers herab gefallen / und die Schaaffe und Knaben Jobs verzehrt / deßgleichen / daß er mit sambt seinem höllischen Heer in Gestalt eines hefftigen Windes auff die vier Ecken des Hauses gestossen / und dasselbe umb- und auff die Kinder Jobs geworffen &c. weder daß es ein rechter Wind und Feuer / davon vorerwehnter massen der Psalmist sagt: Du machest deine Engel zu Winden / und deine Diener zu Feuerflammen / gewesen sey.

Gestalten auch (fürs Andere) nicht folgt / St. Paulus redet von dem Fürsten der in der Lufft und Finsternuß dieser Welt herrschet &c. Ergo, so hat derselbe (als der Teuffel) obberührten Sturmwind erreget / angesehen / diese und andere dergleichen Wetter und Witterungen ein für allemahl Wunderwercke Gottes seynd / welche der Teuffel mit nichten schaffen / oder verrichten kan / noch auch GOtt der HErr ihn schaffen / oder verrichten lassen wird. Anders auff dißmahl zu geschweigen.

Im übrigen / und gleich wie ich denen Elementen ihre durch Gottes universal-Wort / und dergestalt von sich selbst habende Beweg- und Würckungen / auch denen Sternen ihre Influenz und concordanz in dieselbe / und mit denselben / nicht zu benehmen begehrt; Also und damit ich auch etwas gedencke:

Von dem Thau.

So thue ich dem seel. Arnd allerdings beystimmen / wann er denselben eine Frucht der Morgenröthe nennet: Gestalten er solches mit offt-allegirtem Königl. Propheten David erweiset / der in seinem 110. Psalm spricht: Deine Kinder werden dir gebohren / wie der Thau auß der Morgenröthe. Gantzohne aber wiederumb / und nochmahln / daß Gott der HErr nicht auch dißfalls die causa prima seyn solte. Welches gleichwol hingegen die Meynung / daß der Thau von der Sonnen und Mond / als dessen Vatter gezeuget werde / und was dergleichen mehr / gäntzlich umbstosset.

Zum Beschluß setze ich noch folgendes hinzu / nemblich:

Von dem Ab- und Zufluß des Meers.

Das an sich selbst grosse und wunderbare Geschöpff Gottes des Meers / ist wegen dessen sonder- und wunderbaren / und seine Zeit ordentlich haltenden Ab und Zuflusses noch mehrers zu verwundern: Und weiln dieser fluxus & refluxus, von denen Philosophis ebenmäßig under die so genannte Meteora gerechnet wird / auch dessen Ursach zu Erkantnuß der Natur abermahl zu wissen nicht undienlich ist; So habe ich alhier darvon gleichfalls etwas zu handlen nicht underlassen wollen.

Was für seltsame Ursachen nun jetzt- und vielbemelte Philosophi nicht weniger hierinn anführen / das mag fast nicht gnugsam beschrieben werden: Inmassen der seel. Arnd deren underschiedliche gleichsam mit Befrembdung erzehlet; hingegen zu erkennen gibt / daß wer den motum totius Naturæ verstehe / der verstehe die Bewegung des Meers am besten. Dahero und wann wir sonderlich unserm hinnach beschriebenen Methodo gemäß / die Natur und dieses Wunder-Geschöpff Gottes betrachten / so finden wir das Wort und den Befehl Gottes: Es samble sich das Wasser &c. Als welches dann die eigentliche Ursach dieser Creatur sonder- und wunderbarer Ab- und Zuflusses: In reyffer Erwegung / Gottes Wort ewig / auch die vera causa motus &c. in allen Dingen ist.

Gestaltsam hiehero gleichfalls gehöret / was vielfleissigbemelter Arnd abermahln schreibet (dessen Anfang oben erwehnt worden) nemblichen: Das Wort / so Gott in der Schöpffung geredet / ist nicht verschwunden / sondern das Leben aller Creaturen worden.

Daran abermahl nichts irret / daß mehrangeregter Ab- und Zufluß meines wissens / an den meisten Orten der Veränderung des Monds nach / geschibet. Angesehen secund. ipsum B. Arnd / inter causam & concordantiam zu distinguiren ist. Welche concordanz zumahl / auß ebenmäßiger Ursache / und dem Befehl Gottes: Es werden Liechter an der Feste des Himmels &c. zu geben Zeichen / Zeiten &c. herfliesset.

Worvon auff dißmahl gleichfalls genug.

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